3 wichtige Dinge für den erfolgreichen Onlineshop mit WordPress

Sep 2, 2020 | Onlinemarketing, Webdesign

Onlineshop mit WordPress

Attraktive Onlineshops sind mit WordPress keine Seltenheit.

Viele Onlineshop-Inhaber nutzen WordPress in Verbindung mit verschiedenen PlugIns (Softwareerweiterungen), um schicke Onlineshops verschiedener Größen zu betreiben.

Beim Erstellen eines Shops ist einiges an Know-how gefordert, da zahlreiche gesetzliche Bestimmungen einzuhalten sind. Außerdem soll der Shop den Kunden zum Kaufen bewegen und auch auf die Internet-Suchmaschinen, z.B. Google, nicht uninteressant wirken. Nachfolgend erzähle ich Ihnen ein bisschen etwas über die wichtigen Dinge, die Sie beachten müssen und wo Sie wirklich Ihr Herzblut investieren sollten.

1. Die richtige Auswahl der Shop-Software

Schon bei der Auswahl der Shop-Software sollten Sie darauf achten, dass diese Sie bei der rechtskonformen Gestaltung des Shops unterstützt.

„Unterstützen“ heißt in dem Fall, die PlugIns verfügen über Funktionen, die es ermöglichen, die erforderlichen Bestimmungen relativ einfach einzuhalten. Die Einstellungen dieser Funktionen müssen aber durch Sie selbst oder der von Ihnen beauftragten Person vorgenommen werden. Wer also in das Onlineshop-Business einsteigen möchte, muss sich über rechtliche Vorschriften dazu selbst schlau machen.

Ein recht bekanntes und häufig genutztes PlugIn ist z.B. „Woocommerce“ von Automattic. Entsprechende zusätzliche PlugIns erweitern die Software um die Möglichkeiten der Rechtssicherheit.

2. Rechtssicherheit muss sein

Es ist unglaublich wichtig, dass der eigene Onlineshop absolut rechtssicher ist! Nicht nur die sogenannten „Abmahnanwälte“ schauen nach fehlerhaften Shops, auch Mitbewerber scheuen sich mitunter nicht, Hinweise an entsprechende Aufsichtsbehörden zu geben.

Unbedingt gedacht werden muss zum Beispiel an folgende Dinge:

Impressum

Datenschutzerklärung

Widerrufsbelehrung

AGB

eindeutige Bezeichnung des Kaufbuttons

Nennung von Preis und Steuer

Nennung der Lieferzeiten in korrekter Form an den richtigen Stellen

Nennung der Versandkosten an den richtigen Stellen

Einhaltung der Datenschutzverordnung

korrekter Hinweis auf Cookie-Nutzung mit einer Wahlmöglichkeit für den Nutzer und eindeutiger Beschreibung, welche Cookies wofür gesetzt und wie lange diese gespeichert werden

Einen Onlineshop ohne gründliche Recherche rechtlicher Erfordernisse zu betreiben, ist also ein sehr großes Risiko. eRecht24 hat dazu einen interessanten Artikel veröffentlicht, der auf häufige Fehler hinweist, die sich schnell als Problem erweisen können: „Gründer: Die 10 häufigsten Fehler bei der Eröffnung eines Onlineshops“

Nutzen Sie eigene AGB’s

Insbesondere auch die AGB’s sind ein wichtiger Punkt, den es bei Onlineshops zu beachten gilt. In meinem Artikel „Ebay: AGB’s mal eben schnell zusammenklicken?“ erkläre ich kurz, warum es so ganz und gar nicht sinnvoll ist, bei Mitbewerbern in den AGB’s zu stöbern und sich diese dann selbst zusammenzustellen. Auch eRecht24 bietet interessante Informationen dazu: „AGB für Online Shops: So werden Sie nicht abgemahnt“

Beratung durch den Fachanwalt

Ein guter Webentwickler oder Webdesigner hält sich in rechtlichen Dingen zwar immer auf dem Laufenden, ist aber trotzdem letztlich kein Anwalt. Es empfiehlt sich daher immer, Website und Shop von einem Fachanwalt überprüfen zu lassen. Das kostet zwar Geld, erspart aber in der Regel ärgerliche und mitunter teure Abmahnungen. Es gibt zahlreiche Anwaltskanzleien, die auf die Rechtssicherheit von Onlineshops spezialisiert sind, z.B. die IT-Recht-Kanzlei München oder eRecht24, um nur zwei zu nennen. Auch der Händlerbund kann eine Hilfe sein.

3. Inhaltspflege und Herzblut müssen sein

Ist der Onlineshop einmal erstellt, denken viele Betreiber leider, er läuft ganz von allein. Dass der Shop nicht nur bekannt gemacht werden muss bei Google und anderen Suchmaschinen und diesbezüglich nicht nur entsprechender Pflege bedarf, sondern auch über die richtigen Keywords (Suchwörter) an den richtigen Stellen verfügen sollte, bleibt oft unbeachtet. Durch intelligentes Einsetzen thematisch passender Keywords und ansprechender Texte, unterstützen Sie Google darin, Ihre Website als relevant einzustufen. Bereits die Shopbeschreibung sollte entsprechende Keywords enthalten, ansprechend und nicht zu lang sein.

Keyword-Recherche

Eine Keyword-Recherche können Sie selbst mit verschiedenen Online-Tools vornehmen. Hier sind nur einige genannt:

Vermitteln Sie Emotionen

Ihr potentieller Kunde kann vor dem Bildschirm Ihr Produkt weder in natura sehen, noch es anfassen. Daher müssen Sie ihn mit guten Beschreibungstexten und tollen, professionellen Fotos ansprechen. Wenn Sie nicht selbst ein sehr guter Fotograf sind und über eine professionelle Fotoausrüstung verfügen, macht es durchaus Sinn, in einen professionellen Fotografen zu investieren. Wenn Ihre Bilder den Kunden nicht überzeugen, wird er sich nicht lange in Ihrem Shop umsehen.

Verwenden Sie eigene Beschreibungstexte

Denken Sie sich Ihre eigenen Beschreibungstexte zu Ihren Produkten aus (oder beauftragen Sie jemandem mit dem Schreiben) und verwenden Sie nicht einfach die Herstellerbeschreibungen. Zahlreiche Mitbewerber machen genau das – sie nutzen die Herstellertexte. Allein schon mit Rücksicht auf die Suchmaschinen ist es toll, wenn Sie sich mit Ihren Texten von denen anderer unterscheiden.

Ebenso mag Google keinen sogenannten „doppelten Content“. Das bedeutet, dass sich Ihre Produktbeschreibungen und Texte generell nicht wiederholen sollten. Das macht zwar Mühe, aber Sinn.

Ein Blog kann mehr nutzen, als Sie denken

Ein Blog zum Shop ist ebenfalls empfehlenswert. Füllen Sie ihn regelmäßig mit Neuigkeiten, stellen Sie interessante Informationen für Kunden & Interessenten dort zur Verfügung und verfeinern Sie alles mit ansprechenden Bildern!

Die Sozialen Medien können für Onlineshops unglaublich hilfreich sein! Tolle Bilder und nette, passende Texte erzeugen nicht nur Interesse, sondern können auch beim Aufbau einer „Fangemeinde“ helfen, die Ihren Beiträgen Aufmerksamkeit schenkt und diese weiterverteilt. Nehmen Sie Ihre „Fans“ dort ruhig auch einmal mit ins Boot; die eine oder andere kleine Umfrage bringt oft neue Erkenntnisse für das weitere Marketing und zeigt, wo die Interessen Ihrer potentiellen Käufer liegen! All das bleibt von Google nicht unbemerkt! Natürlich sollten Sie sich als Shopbetreiber vor Nutzung der Sozialen Medien auch wieder über rechtliche Dinge informieren, die es dabei zu beachten gibt.

Ein Onlineshop kann eine tolle Sache sein …

… und das nicht nur in Corona-Zeiten. Er erfordert aber auch ein gewisses Maß an Einsatz und rechtliche Kenntnisse.
Zudem sollte hinter jedem sinnvoll genutzten Onlineshop immer eine entsprechende Content-Strategie stehen.

Wenn Sie mehr zu den Möglichkeiten wissen möchten, einen Onlineshop mit WordPress umzusetzen, sprechen Sie mich gerne an. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie gesund bleiben!

Birgit Neuser

Hallo, ich bin Birgit Neuser, Web- & Grafikdesignerin bei Neusign. Ich liebe es, in der digitalen Welt kreativ zu sein. In diesem Blog schreibe ich für Sie über Interessantes aus der Welt des Onlinemarketings, Web- & Grafikdesigns und des Internetrechts.

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