Google Mobile First – ist Ihre Website nach dem neuen Google-Index noch sichtbar?

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Google Mobile First – die erstmalige Ankündigung von Google im November 2016, den gesamten Suchindex durch einen Mobile-First-Index zu ersetzen, sorgte bei manch einem direkt für Aufregung, bei anderen wiederum nicht.

Ganz überraschend ist der nun eingeführte Mobile-First-Index nicht. Google forderte schon lange dazu auf, mobile Websites nutzerfreundlich zu gestalten. Seit April 2015 wird mangelnde Mobilfreundlichkeit von Google bereits abgewertet (siehe auch meinen Artikel „GOOGLE RANKING: AB 21.04.2015 BESSER MIT MOBILER WEBSITE“)

Google aktualisiert seine Algorithmen regelmäßig, was macht Google Mobile First aus?

Google verwendet nun bei der Indexierung für das Ranking einer Website hauptsächlich die mobile Version einer solchen. Normalerweise wird für den Index die Desktopversion einer Seite genutzt. Mit ihrem Inhalt schätzt Google ein, wie relevant die Inhalte für die Suche eines Nutzers sind.

Nun aber möchte Google einen Suchindex für mobile und Desktop-Inhalte nutzen, weil die mobile Nutzung die Desktopnutzung mittlerweile überholt hat. Kein Wunder: Kaum einer, der nicht mit einem Smartphone ins Internet geht!

Aus diesem Grund wird Google im Index zukünftig eher die mobile Version einer Seite verwenden, eben Google Mobile First!

Kurz erläutert, crawlt und indexiert der Googlebot Websites hauptsächlich mit dem Smartphone-Agent und schaut sich an, ob eine gute Nutzererfahrung der Website in der mobilen Version gegeben ist.

Mobilfreundliche Seiten reichen für Google Mobile First nicht immer aus

Eine Website kann durchaus mobilfreundlich sein, aber die Faktoren für die Mobile-First-Indexierung trotzdem nicht ausreichend berücksichtigen.

Ein sogenanntes Responsive Design einer Website begünstigt die mobile Optimierung, ist aber, obwohl es ein Rankingfaktor für Google ist, für den Mobile-First-Index keine Voraussetzung.

Eine für die mobile Nutzung optimierte Website passt sich allen Endgeräten automatisch an. Manche Websites gehen in der Optimierung noch weiter. Sie passen sich nicht nur in ihrer Größe an, sondern ordnen auch ihre Inhalte für die mobile Ausgabe anders an.

Eigene Website für Google Mobile First testen

Wer auf die Schnelle die mobile Freundlichkeit seiner Website testen will, sollte zunächst testen, ob die mobile Version der Website überhaupt für den Googlebot zugänglich ist.  Dies kann mit dem robots.txt-Test erledigt werden, der über die Search Console der Webmaster-Tools erreichbar ist ► robots.txt-Test.
Voraussetzung dafür ist, dass man ein Google-Konto besitzt und in der Google Search Console seine Website registriert hat.

Wenn der Robot die Website erreichen kann, ist auch der Test auf die Mobilfreundlichkeit möglich unter folgendem Link ► Test auf Optimierung für Mobilgeräte

Verwendung von unterschiedlichen URLs bei nicht-responsive Websites

Manche Websites, die nicht mit einem Responsive Design arbeiten, bieten für die mobile Ausgabe extra URLs an. Oft erkennt man das an dem Buchstaben „m“ vor dem ersten Punkt der URL.

Gibt es also separate URLs für die mobile Ausgabe und die Ausgabe am Desktop, zeigt Google den mobilen Nutzern die mobile URL an. Schaut man am Desktop, erhält man dort die URL der Desktopversion. Die in Google indexierten Inhalte stammen von der mobilen Version.

Bei dieser Vorgehensweise sollte man darauf achten, dass die mobile Website denselben Inhalt enthält wie die Desktopversion der Website. Ebenso sollten die Metadaten bei beiden Versionen vorhanden und übereinstimmend sein.

Was sonst noch zu beachten ist, erklärt der Artikel „Auf die Mobile First-Indexierung vorbereiten“ von Google.

Weitere Faktoren

Natürlich geht es nicht nur um die Optimierung der Inhalte einer Website. Es spielen auch Faktoren wie die Ladegeschwindigkeit, den Ladefluss störende Popups, Verlinkungen und einiges mehr eine Rolle.

Fazit:

Das Thema um Google Mobile First ist wahnsinnig technisch und ich habe mit diesem Artikel versucht, es für Interessierte ein wenig zu durchleuchten.
Ich denke, es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen. Auch Websites, die nicht für die mobile Nutzung ausgelegt sind, wird man weiterhin in Google finden. Ggf. muss man dann aber durch mehr oder weniger viele Suchergebnisse klicken, bis man bei ihnen ankommt. Von Vorteil sind sicherlich Websites, die mit einem Responsive Design arbeiten, weil es dort vermutlich die wenigstens Veränderungen durch den Google Mobile First-Index geben wird.