Umstellung einer Website auf HTTPS

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Zunächst einmal eine Erklärung dazu, was der Unterschied zwischen HTTP und HTTPS eigentlich ist:

HTTP steht für Hypertext Transfer Protocoll. Mit diesem Protokoll kommuniziert das Internet (World Wide Web / WWW) und überträgt Webseiten zu Browsern.

Das hinzukommende „s“ dient der Verschlüsselung dieses Protokolls und macht so Daten, die z.B. von Kunden oder Nutzern einer Website eingegeben werden (z.B. bei Shops, Kontaktformularen), sicherer in ihrer Übertragung. Kriminelle Zugriffe sollen so verhindert werden.

Gibt es eine Verschlüsselungspflicht?

Im August 2015 trat das „Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme (IT-Sicherheitsgesetz)“ in Kraft und ergänzte das Telemediengesetz um eine neue Sicherheitsvorgabe.

In dieser Sicherheitsvorgabe heißt es, dass personenbezogene Daten der Nutzer entsprechend dem Stand der Technik zu schützen sind und so wird eine Verschlüsselung nahegelegt.

Erhebt man also personenbezogene Daten von Nutzern und verzichtet auf eine verschlüsselte Datenübertragung, können entsprechende Bußgelder drohen.

Natürlich bin ich selbst keine Anwältin und stellt dieser Artikel auch keine rechtsverbindliche Auskunft dar. Ich halte jedoch eine Umstellung auf HTTPS auch noch aus anderen Gründen für sinnvoll.

Wie sieht Google die Sache?

Google bevorzugt verschlüsselte Seiten in den Suchergebnissen. Im August 2014 kündigte Google an, die Verschlüsselung mittels HTTPS in die Rankingfaktoren einfließen zu lassen.

Seitens der verschiedenen Browser werden mittlerweile auch Warnhinweise eingeblendet für Webseiten, die noch nicht verschlüsselt agieren. Verschlüsselte Webseiten werden dagegen mit einem grünen Schloss oder dem Hinweis „Sicher“ dargestellt.

https-verschlüsselung bemerkung sicher

Was kostet diese Verschlüsselung?

Die Umstellung einer Website auf HTTPS bedeutet, ein entsprechendes Verschlüsselungszertifikat zu beziehen und zu implementieren. Viele Unternehmen wollen ihre Website wegen den erwarteten Kosten nicht auf eine Verschlüsselung umstellen.

Es gibt bezüglich der Verschlüsselungszertifikate aber auch eine kostenfreie Alternative namens Let’s Encrypt. Da nicht jeder Hoster fremde Verschlüsselungszertifikate akzeptiert, sollte man bei seinem Support nachfragen, ob die Nutzung eines solch kostenfreien Zertifikates möglich ist. In der Regel bieten Hoster auch eigene Verschlüsselungszertifikate gegen eine entsprechende Gebühr an.

Wie läuft eine Umstellung auf HTTPS ab?

Möglicherweise hilft der Hoster selbst beim Einfügen des Zertifikates. Mit dessen Hochladen und Zuweisen ist es aber nicht getan. WordPress selbst muss nun auf die Webadresse umgestellt werden. Um eine wirklich sichere Verbindung zu erreichen, muss jeglicher Inhalt, auch Bilder und andere Elemente, über HTTPS geladen werden.

Webseitenbetreiber, deren Hoster dies nicht für sie erledigt, können sich mit Hilfe der vielen Anleitungen im Internet selbst an die Umstellung ihrer Website begeben. Wer sich jedoch nicht gut mit WordPress auskennt, sollte sich erfahrene Hilfe suchen. Wer es dennoch gerne selbst versuchen möchte, findet z.B. unter dem folgenden Link eine hilfreiche Anleitung:

WordPress Blog von http auf https umstellen von Daniel Hüsken

Mein Artikel stellt keine verbindliche Rechtsberatung dar! Bitte wenden Sie sich dafür an einen Rechtsanwalt oder an eine andere geeignete Stelle.