Responsive Design oder mobile Version der Website – was ist besser?

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(Foto: Jorma Bork  / pixelio.de)

„Responsive“ – dieser Begriff ist schon länger fester Bestandteil im Webdesign und bedeutet so viel wie „reagierend“ oder „reaktionsfähig“. Im Webdesign ist mit „responsive Design“ ein flexibles Layout gemeint. Grob gesagt, wird eine Website damit so gestaltet, dass sie unabhängig vom jeweiligen Endgerät optimal dargestellt wird.

Im heutigen Zeitalter der Smartphones, Tablets & Co. wollen viele Unternehmen ihre Websites auch auf diesen Geräten gut lesbar und benutzerfreundlich darstellen. Wo man früher für verschiedene Ausgabegeräte verschiedene Layouts einer Website entwickelte, greift man heute häufig auf „responsive Design“ zurück. Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Endgeräten ist es oft nicht mehr sinnvoll, für ein spezifisches Ausgabegerät eine mobile Version einer Website zu entwickeln. Dennoch gibt es bei beiden Versionen Vor- und Nachteile:

„Mobile Website“ – einige Vorteile:

  • Es kann genau bestimmt werden, was ein mobiler Nutzer zu sehen bekommt. So kann z.B. entschieden werden, ob jeder Inhalt wirklich gezeigt werden muss oder man sich aufgrund der Darstellungsgröße auf wesentliche Bestandteile beschränkt. Auch können Sonderinhalte nur in der mobilen Version gezeigt werden.
  • Änderungen am Layout beeinflussen nicht das Layout der Desktop-Version der Website (will man jedoch beide Varianten ändern, kann der höhere Zeitaufwand auch ein Nachteil sein).
  • Man kann die Datenmenge, die gesendet wird, einschränken. Oft ein Vorteil gerade bei Smartphones (Ladezeit der Website).

Einige Nachteile:

  • Es müssen immer mindestens 2 Layouts gepflegt werden. Auch der Inhalt der Website ist bei Desktop- und mobiler Version jeweils separat zu bearbeiten.
  • Es kann passieren, dass mobile Geräte nicht erkannt werden und so die mobile Version nicht geladen wird.

„Responsive Design“ – einige Vorteile:

  • Es muss nur eine Website und deren Layout gepflegt werden.  Inhalte müssen nur einmal angelegt werden. Dies ist eine deutliche Zeit- und Kosteneinsparung.
  • Die Website passt sich vielen unterschiedlichen mobilen Ausgabegeräten an, unabhängig von deren Größe.
  • Die Darstellung auf einem Smartphone ähnelt der auf dem Desktop, für viele Nutzer eine Erleichterung in der Orientierung.

Einige Nachteile:

  • Sind Inhalte mehrspaltig, werden diese i.d.R. pauschal untereinander gesetzt. Dies bedeutet viel Scrollen, um an Informationen zu gelangen.
  • Da derselbe Inhalt geladen wird, wie bei der Desktopansicht, ist die Ladezeit oft höher als bei der „mobilen Website“, dies kann sich z.B. bei einem Shop-System negativ auswirken.
  • Sehr komplexe Websites lassen sich nicht ohne weiteres auf alle Auflösungen skalieren.

Bei beiden Versionen ließen sich weitere Vor- und Nachteile aufzählen. Fakt ist, wenn mit wenig Budget und Arbeitseinsatz eine Website auch mobil verfügbar gemacht werden soll, ist ein Responsive Design eine gute Wahl. Es kommt jedoch immer auf den Sinn & Zweck einer Website an, ob man sich für die eine oder andere Variante entscheiden sollte. Letztlich gibt es auch noch die Möglichkeit, die eigene Website über eine App zur Verfügung zu stellen, wie es viele Nachrichtenportale anbieten. Diese kostenintensivere Maßnahme erläutere ich ein anderes Mal.